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Bedrohung Cybercrime – Polizeistudierende vertiefen ihr Wissen

07. September 2023

Schadsoftware, Phishingmails, Hackerangriffe oder digitale Überlastungsangriffe – mehr als 130.000 Fälle von Cybercrime hat das Bundeskriminalamt (BKA) im vergangenen Jahr registriert. Und das Dunkelfeld ist mit geschätzten 90 Prozent sehr hoch. Im zweiwöchigen Wahlpflichtmodul „Cybercrime“ erweitern die Masterstudierenden der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) ihre Kenntnisse in aktuellen Entwicklungen, Bekämpfungsansätzen und Kooperationen zum Thema.

In Sachen Technik, Kriminalistik und Personalmanagement herausfordernd

Die Bekämpfung von Cybercrime ist ein herausfordernder und hochdynamischer Bereich der Polizeiarbeit, der sich in einigen Punkten erheblich von anderen Feldern der Kriminalitätsbekämpfung unterscheidet. Zum einen ist ein spezifisches Fachwissen notwendig. Dementsprechend geht es in der Lehreinheit tiefer rein in die Technik: Die Besonderheiten von IT-Hardware und -Software werden vorgestellt, die Studierenden erhalten einen Einblick in Kryptologie, VPN, verschiedene Internetdienste und Netzwerktechnik. Auch die Delikte, die Tatmittel und die Tatorte erfordern eine andere Herangehensweise. Die Studierenden lernen Beispiele kennen und erfahren mehr über Präventionsmöglichkeiten. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang in den Polizeien nationale und internationale Kooperationen, gemeinsame Forschungsprojekte, die Zusammenarbeit mit Schwerpunktstaatsanwaltschaften und der Wirtschaft. 

Aber nicht nur das Kriminalitätsphänomen ist anders – auch die Mitarbeitenden entsprechen nicht unbedingt den klassischen Teams, die Polizeiführungskräfte kennen: Zivile Analysten, IT Profis, Cyberanalysten und Cyberkriminalisten kommen hinzu. Was es bei der Personalgewinnung und -entwicklung zu beachten gilt, wie man Mitarbeitende in diesem Bereich am besten führt – auch darauf geht das Wahlpflichtmodul ein. 

Cybercrime ein Baustein der Lehre an der DHPol

„Cybercrime ist eines der sich am dynamischsten verändernden Kriminalitätsphänomene“, erklärt Michael Rauschenbach, Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fachgebiet „Kriminalistik – Grundlagen der Kriminalstrategie“ an der DHPol und Organisator des Wahlpflichtmoduls. „Täter:innen agieren global und passen sich schnell an technische und gesellschaftliche Entwicklungen an. Daher ist das Wissen über Prävention und Bekämpfung von Cybercrime ein Baustein der Lehre an der DHPol.“ 

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